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warum ich ungern Radio höre...

..."um der steigenden Anzahl von Terroranschlägen in Deutschland entgegen zu wirken, möchte man die Gelder für Polizei etc. erhören".Klar, in die "Sicherheit" investieren. Die Geschichte zeigt uns, dass das eine sehr gute Methode ist, welche immer Erfolg hat. Ironie off.BILDUNG man, BILDUNG. Ehrlich jetzt, warum ist das nicht für alle anderen ersichtlich? Seit Jahren beklagen wir uns über den sinkenden Allgemeinwissensstand und der in der Arbeitswelt notwendigen sozialen und methodischen Kompetenzen.Dort wo der Bildungsstand Einfluss auf die maslowsche Bedürfnispyramide hat, erzeugt ein fehlerhaftes Bildungssystem, welches nicht auf den "Kunden" oder "Verbraucher" oder auch genannt Schüler angepasst ist, Unzufriedenheit, Neid, Gewalt.Versteht mich nicht falsch. Ich finde Dinge wie Rechtschreibung unglaublich wichtig. Und als Arbeitgeber habe ich auch immer sehr darauf geachtet. Dennoch muss ich gestehen, wie erschrocken ich war, als ich in der Berufsschule damals als Kauffrau im Einzelhandel Diktate schreiben musste. Im Ernst??? Ich soll Menschen Lebensmittel verkaufen. Ich muss die EU- Hygiene Verordnung mit Verpflichtung zum HACCP kennen und interpretieren können. Aber in der Berufsschule bringen wir den meist Erwachsenen Menschen das "richtig Schreiben" noch immer bei.Soziale Medien. Jeder kennt diese Seiten mit dem schwarzen Hintergrund und einem Spruch drauf. SO was wie "Wer Fremdwörter benutzt deren Bedeutung er nicht kennt muss dafür über kurz oder lang die Frequenzen tragen". Das dumme ist, dass das Alltag ist. Nicht permanent, aber oft genug. Was das jetzt mit Gewalt zu tun hat? Hier also meine These:Man erwartet von 16 Jährigen Menschen nicht, dass sie fehlerfrei unsere Sprache beherrschen. D.h. Lesen ist nicht so deren Ding. Schreiben auch nicht. Satzbau und sowas. Ich erinnere gerne an Bücher wie "der Dativ ist dem Genitiv sein Tod". Welche Fähigkeiten stärkt uns durch das Lesen eines Buches? Wir adaptieren den Inhalt, werden zum Denken angeregt. In der Schule ermutigte man uns früher dazu, "Interpretationen" jeglicher Art zu schreiben. Das stärkt enorm die Empathie des Menschen. Doof wenn das fehlt. Wenn die Medien, die stattdessen in der Mehrheit in der Altersklasse verwendet werden der TV und das Internet sind. Plus Smartphone natürlich, inklusive soziale Netzwerke.Welchen "menschlichen, gesellschaftlichen Mehrwert" hat diese Beschäftigung für unsere Kinder und Jugendlichen? Klar, ein Teil nutzt es zum Lernen und sich Weiterbilden. Aber mal ehrlich: der Großteil sind Spiele, Netzwerke, Formate die bei den großen privaten laufen.Zu meiner Zeit- oh mein Gott, dass ich das mit 31 sagen muss- liefen im TV Serien, Dokumentationen und vor allem: richtig gute Filme. Und man hat sich darauf gefreut. 20.15 Uhr war eine Uhrzeit, zu der man sich mit der Familie vor den TV setzte. Man betrachte diesen Satz jetzt mal kurz separat soziologisch...3...2...1... krank oder? Ich kann die damaligen Gesellschaftskritiker noch förmlich hören: "der Fernseher wird unsere gesellschaftliche, familiäre Kultur zerstören". Tja, recht hatten sie. Ob das jetzt gut ist oder nicht, das vermag ich nicht zu beurteilen. Ich weiß ja nicht wie es geworden wäre, wenn es keinen TV gehabt hätte. Hätte es auch kein Internet gegeben? Egal, zurück zum Thema:Warum erzeugen diese Veränderungen Gewalt?Wenn ein normal gebildeter Mensch- also quasi jemand mit Haupt- oder Realschulabschluss und einem ganz normalen Job, morgens aufsteht, ist ihm sein juristisches Handeln in den seltensten Fällen bewusst. Auch die sozialen Auswirkungen seines Handelns sind ihm nicht bewusst. Beispiele:Der Wecker klingelt bei den meisten Menschen morgens etwa gegen 6 Uhr würde ich schätzen. Jedenfalls klingelt er bei den meisten nicht unbedingt so, dass ein gesundes Leben gewährleistet ist. Es gibt Bücher zum Thema " wie wichtig 8 Stunden Schlaf" sind. Machen Sie mal ne Umfrage- ich wette kaum einer hält das ein. Fragen Sie auch Mütter, die halbtags arbeiten, Alleinerziehende, Singles. Warum? Können wir uns nicht leisten. Wollen wir auch irgendwie nicht. So als Gesellschaft. Weil die "Gesellschaft" oder der "Verbraucher" was Abstraktes ist. Beispiel, wir fordern mehr Transparenz im Lebensmittelhandel. In NRW wird das Hygiene- Smiley getestet. Information, was in den Lebensmitteln drin ist, das ist "uns" wichtig. Ok, mal Spaß beiseite, ich komme beruflich aus dem Bereich, und als das Gesetz in Kraft trat, war es ein abartiger Aufwand, diese LMIV umzusetzten, ohne unsere Kunden, also DEN VERBRACUHER zu vergraulen. Geld, welches in soziale Projekte/ Abteilungen hätte fließen können, ist in die Umsetzung einer Richtlinie für mehr Transparenz im Handel mit Lebensmitteln geflossen. Nur interessieren kaum einen diese Informationen, die wir DEM VERBRAUCHER zur Verfügung stellen müssen. Warum erzeugt das Gewalt? Ok, also warum stellen wir DEM VERBRAUCHER die Information zur Verfügung? Damit wir rechtlich abgesichert sind. Wenn jemand bei uns einkauft und in dem Produkt sind Allergene, ist der Verbraucher informiert. Wir sind rechtlich aus dem Schneider. Der Staat zwingt uns, einem Verbraucher, den es nicht interessiert, weil er es wahrscheinlich nicht versteht, alle Informationen zur Verfügung zu stellen, ohne dass er beim Personal nachfragen muss. Klar, deshalb machen wir uns ja die Mühe und bringen unseren Mitarbeitern Warenkunde und HACCP bei, üben Verkaufsgespräche. Damit der Kunde keinen Grund mehr findet, den Mitarbeiter anzusprechen. Der weniger motivierte Mitarbeiter findet das sogar gut. Nicht angesprochen zu werden. Weil weniger Verantwortung tragen. Bekommt ja trotzdem das Geld für einen ausgebildeten Mitarbeiter. Natürlich ist die Ausbildung eigentlich nicht mehr notwendig, denn die Vorgaben sind so eng, dass es kaum noch Spielraum gibt. Jetzt ist der weniger motivierte Mitarbeiter mit dem weniger gebildeten Kunden befreundet und bedient ihn an der Theke. Kunde kauft Aufschnitt. Ist im Angebot. Sonst kauft er eher SB- Ware, aber da es im ANgebot ist und sein Kumpel an der Theke, kauft er es dort. Er kann sogar wählen aus den verschiedenen Wurstsorten. Er trifft eine vielfältige Auswahl und bekommt zu Hause einen Anfall. Ist natürlich sauer. Das Wochenende versaut, hatte Karten zum Fussball. Das Geld ist futsch. Und krank geschrieben ist er auch noch. Wer weiß, ob die Arbeit ihm seinen befristeten Vertrag verlängert. Im Krankenhaus fragt ihn jemand, was er gegessen hat. Eine Standardfrage in der Anamnese, wenn die Ursache unbekannt ist. Er greift ein Rädchen ins andere, die Pistazien- Lyoner von der Theke war Schuld. "Man, wenn da so gefährliches Zeug drin ist, könnte man den Verbraucher ruhig warnen" denkt er sich und sucht im Internet. Und findet Einträge von Foodwatch. Und ist interessiert. Liest 3-4 Zeilen nach und kommt zu dem Schluss- der Verkäufer ist Schuld. Er geht zum Anwalt. Schließlich hätte ja sein Kumpel was sagen können, der weiß doch, dass er Allergien hat. Der weniger motivierte Freund jedoch zeigte ihm den Vogel und sagte: "im Ernst, du verlangst von mir, dass ich alle Allergene von jedem Produkt hier auswendig weiß??? Alter ich bin froh wenn ich das dämliche Programm für die Thekenetiketten checke, damit ich überhaupt eine eindeutige Verbindung herstellen kann. Man ich bin doch kein IT-ler." Der Anwalt erklärt ihm dann, dass sämtliche Informationen zur Verfügung standen und er keine Möglichkeit hat, das Geld für die verlorenen Fussballkarten wieder zu bekommen. Da wird er richtig sauer und macht seinem Ärger in einem sozialen Netzwerk auf der Seite von Foodwatch bei den Kommentaren Luft. Er hat auch nicht verstanden, dass er jetzt für den Krankenhausaufenthalt was zahlen musste. was genau hat er nicht verstanden, aber findet es total unfair. Er zahlt doch an die Krankenkasse. Die hätten das mit der Pistazienallergie auch gleich wissen können, schließlich sind doch alle seine Daten auf der Krankenkarte gespeichert.Jeder Mensch, der sich mit dem Thema Datenschutz und Datenmissbrauch auseinander gesetzt hat, schlägt jetzt die Händer über dem Kopf zusammen. Klar, die Technik zum katalogisieren haben wir. Und als Menschheit weiter bringen würde es uns auch. Es würde nämlich die Prioritäten in der Gesellschaft verschieben. Wenn die Krankenkassenbeiträge an die Lebensweise angepasst wird, dann ist regelmäßig Sport machen für viele plötzlich kein unüberwindbares Hindernis mehr. Auch psychische Fähigkeiten würden dadurch gefördert (Endorphinausschüttung etc.). Aber wir wären gläsern. Noch mehr Regeln an die wir uns halten müssen, egal ob wir Lust dazu haben oder nicht. Wir schimpfen über die Straßenverkehrsordnung, können aber nicht mal das Rechtsfahrgebot einhalten, weil es von der Polizei nicht unter Strafe gestellt wird. Und dass obwohl tausende von Unfalltoten dadurch vermieden werden könnten. Warum befolgen Menschen diese Regel nicht? Wegen der fehlenden Strafe? Weil sie die Regel gar nicht kennen? Weil sie sich eingeschränkt fühlen? Wir Leben in Deutschland. "Einigkeit und Recht und Freiheit" lauten die ersten Worte der Nationalhymne- Freiheit kommt erst an dritter Stelle- nach dem Recht. Oder hat zumindest an die Krankenkasse gezahlt. Bevor man ihm mitgeteilt hat, dass sein Vertrag nicht verlängert wird. Tja. Doof wenn man in der Probezeit krank wird. Hinterlässt einen schlechten Eindruck. Und bei den menschlosen Arbeiten, die wir heute zu Hauf haben, ist auch noch jeder auswechselbar. In den wenigsten Berufen werden Mitarbeiter oder Führungskräfte mit Charakter gesucht. Der Lebenslauf und das Arbeitszeugnis, Abschlusszeugnis ist wichtig. Das geht schneller. Zumal man sowieso keinen Menschen einschätzen kann. Das findet der weniger gebildete auch total unfair. Ist ja nicht seine Schuld gewesen, dass er eine Allergie hat.Richtig. aber auch sonst trifft keinen Schuld. Man nennt das auch Eigenverantwortung. Er selbst hätte auch wissen können, dass das Grüne in der Lyoner Pistazien sind, und dass diese zu den Nüssen zählt, gegen die er so allergisch ist. Tja, dann sind wohl seine Eltern Schuld, die hätten ihm sowas beibringen müssen. Aber halt, die waren doch bei allen Vorsorgeuntersuchungen, der Arzt hätte das doch feststellen müssen??? Der Arzt ist also Schuld. Hm. Der Arzt hatte die Allergie gegen Nüsse ja festgestellt. Aber er hatte nicht gesagt, dass Pistazien dazugehören. Vielleicht stand das in der Info- Broschüre? Im Internet hatte er auch schon mal darüber gelesen, und auch im TV was dazu gesehen. Aber richtig auseinander gesetzt hat er sich nicht damit. Biologie scheint auch nicht so wichtig zu sein in der Schule. Ist ein Nebenfach, außer man besucht ein Gymnasium, welches dies als Hauptfach in der Oberstufe anbietet. Nur Ärzte und Mediziner brauchen dieses "Expertenwissen". Oder doch nicht?Er ist jedenfalls sauer und sucht einen neuen Job. Auf dem Arbeitsamt trifft er auf viele ausländisch aussehende Menschen. SO ein Mist. "Wehe einer von denen klaut mir den Job" ist ein Gedanke, der ihm durch den Kopf geht. Dass er theoretisch als Mensch, der in einem System wie unserem aufgewachsen ist, viel besser ausgebildet sein müsste und somit Vorteile auf dem Arbeitsmarkt haben sollte, einen Gedanken daran verliert, zeigt wie gering sein Selbstwertgefühl ist. Er sucht ein ganzes Jahr nach einem Job. Da er aber ein kleines Kind hat und seine Frau in dem Jahr jetzt halbtags zu arbeiten angefangen hat, ist er nicht so flexibel.Ein Haufen Ausländer vor ihm bekommen einen Job. Aber nach einem Jahr ist er dran. Und er kommt in ein Unternehmen, in dem viele Ausländer arbeiten. Kunterbunt. Aber alle sind nett. Sein Chef ist auch Ausländer. lLso hier geboren, aber die Eltern sind eingewandert. Aber das ist total cool, denn die Arbeitsanweisungen, die der Chef schreibt, sind immer in einer einfachen Sprache. Das findet er richtig toll. UNd das obwohl der Chef ein "Studierter" ist. Nach einem halben Jahr Probezeit können nur 2 von 6 Mitarbeitern in Probezeit übernommen werden. Als "deutscher" Mitarbeiter, der in unserem System zumindest das zeitweise Einhalten von Tugenden wie Pünktlichkeit, Pausenzeiten einhalten, das Private vom Beruflichen trennen erlernt hat, wird er übernommen.Die vier Ausländer sind jetzt wütend. Sie haben Zeit investiert und können ihre Familie nur dann her holen, wenn sie einen festen Job haben und genug Geld zum Überleben verdienen. Aber wie soll das gehen, wenn es immer wieder ein halbes Jahr Befristung gibt? Sie werden wütend und bekommen Zweifel an Ihrer Entscheidung hier her zu kommen. Aber zurück können sie auch nicht mehr. In diesem Text erkennt man mehrere Menschen auf unterschiedlichen Stufen der Maslowschen Pyramide. Ich überlasse es Ihnen, Rückschlüsse zu führen, auf welchen Ebenen die Gewaltbereitschaft am Höchsten ist. So zu tun, als hätten wir als Individuum keinen Einfluss, ist nur ein weiterer Weg, KEINE VERANTWORTUNG für sich selbst zu übernehmen.Wir alle leben hier in Deutschland, dann machen Sie sich jetzt bitte bewusst, wie der erste Paragraph lautet: "Die würde des Menschen ist unantastbar"Da steht nicht Mann oder Frau, Ausländer oder Deutscher. MENSCH steht da.Unsere Aufgabe ist es also, unsere Gesellschaft und unsere Firmen, unsere Politik, einfach alles darauf auslegen, was unserer Meinung nach menschenwürdig ist. Wir haben Angst vor Terroranschlägen? Dann sollten wir die Ursachen suchen. Da gibt es jetzt zwei Bereiche: einmal die vermeintlich steigende Anzahl- da kommen Fragen auf wie: steigt die Anzahl tatsächlich, oder haben sich die Definitionen verändert?Steigt die Zahl proportional oder überproportional an? Anteile Bevölkerung etc. Und die Frage, warum wir jetzt plötzlich Angst haben. Terror gibt es permanent. Wenn wir den Eindruck haben, dass dieser Terror mit der Zahl der Flüchtlinge ansteigt, dann sollten wir uns darüber informieren, warum die Flüchtlinge aus ihrem Umfeld flüchten. Wir sprechen in letzter Zeit nicht von organisierten Anschlägen, sondern durchdrehenden Einzeltätern oder Kleingruppen. In der Wirtschaft sagt man, wer erfolgreich sei will, muss vom Kunden rückwärts denken.Also falls eine Behörde, ein Verband oder irgendein Amt Bedarf hat, das ist genau das was ich mache:ich strukturiere Prozesse vom Kunden rückwärts. Millionen von BWLer müssten jetzt jubeln und mir zustimmen. Und ich bin mir sicher, dass wir immer wieder feststellen würden:um das Allgemeinwohl der Gesellschaft zu erhalten und auszubauen, ist Bildung der Schlüssel.Und es darf dabei nicht darum gehen, dass so viele Menschen wie möglich in das obere Dreieck der Pyramide kommen, sondern zu schauen, dass keine unter eine Stufe fällt, die wir als menschenunwürdig betrachten und die unterste Stufe so zu gestalten, dass keiner davon untergeht, es aber dennoch genug Anreiz gibt, ein höhere Stufe erreichen zu wollen.
27.7.16 21:15
 


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